In der italienischen Provinz Alessandria, Region Piemont, liegt 190 Meter über dem Meeresspiegel das kleine Dorf Cassine. Bekannt ist es unter anderem durch den Liedermacher Luigi Tenco und den Fußballer Pietro Rava.
Einige Spuren der mittelalterlichen Vergangenheit von Cassine konnten bewahrt werden.

So findet sich dort die im 12. Jahrhundert in gotisch- lombardischem Stil gebaute „Chiesa di San Francesco“, die in diesem Jahr einer außergewöhnlichen Ausstellung Raum schenkt.
Vom 28.Juni bis zum 12. Juli kann man dort unter dem Titel „VISTO“ die Bilder von Dorine Zeidler betrachten.

Dorine Zeidler wurde 1960 in München geboren.
Auf Grund des Berufes ihrer Eltern, dem Schauspieler Hans-Dieter Zeidler und der Schauspielerin Katja Kessler, musste sie oft umziehen. Sie lebte in Frankfurt, Berlin und Zürich.
1993 entdeckte sie in Cassine einen Ort, in dem sie sich heimisch fühlte.
Dort lebt und malt sie bis heute.

© Dorine Zeidler

Lydia, 2008, tecnica mista su tela, cm 56×80

 

© Dorine Zeidler

Giardino a Cassine, 1995, olio su cartone, cm 55×44

 

© Dorine Zeidler

Ta-tum, 1995, olio su tela, cm 61,5 x 50

 

© Dorine Zeidler

Barche, 2005, tecnica mista su tela, cm 120 x 40

 

Dagmar Papula
Autorin und Schauspielerin

Geboren 1947 in Düsseldorf
Österreicherin
Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum
Theaterstationen:
Schauspielhaus Bochum, TAT Frankfurt, Staatstheater Stuttgart, Schauspielhaus Düsseldorf, Staatstheater Wiesbaden, Freie Volksbühne Berlin, Neumarkttheater Zürich

1983-2001 Gründungsmitglied der bremer shakespeare company

Preise:
1988 Literaturförderpreis des Landes Bremen
1988 Förderpreis der Akademie der Künste in Berlin
1999 Deutscher Kritikerpreis
2001 Sonderpreis der INTHEGA

2001 Gründerin von SHAKESPEARE und PARTNER
Gespielte Rollen (Auswahl):
Elsie in „Sonntagskinder“ von Gerlind Reinshagen, Regie: Horst Siede (Theater heute: Schauspielerin des Jahres 1977)
Emilia in „Emilia Galotti“ von Lessing, Regie: Andrea Breth
Katharina in „Der Widerspenstigen Zähmung“ von Shakespeare, Regie: Norbert Kentrup (Fernsehaufzeichnungt 3sat)
Cleopatra in „Antonius und Cleopatra“ von Shakespeare, Regie: Norbert Kentrup (Theater heute: Schauspielerin des Jahres 1992)
Paula in „Ich, Paula, Paula Becker, Paula Becker-Modersohn“ von Dagmar Papula, Regie: Norbert Kentrup (Fernsehaufzeichnung 3sat)
Karoline von Günderrode in „Wo ich die Welt anseh, möcht ich sie umdrehen“ von Dagmar Papula, Regie: Norbert Kentrup
Apemantus in „Timon von Athen“ von Shakespeare, Regie: Vera Sturm
Malvolio in „Was Ihr wollt“ von Shakespeare, Regie: Vera Sturm
Bettina von Arnim in „Die Brüder Grimm“ von Dagmar Papula, Regie: Jürgen Kloth
Stücke:
Ich, Paula, Paula Becker, Paula Becker-Modersohn (wurde ins Englische übersetzt, diente als Vorlage für einen Film, wurde als Hörspiel von mehreren Sendern ausgestrahlt und kam als Hörbuch heraus. Gastspiele u.a. in Österreich, Belgien, Finnland, Estland)
Kopfkrieg
Rochade
Wo ich die Welt anseh, möcht ich sie umdrehen (Literaturförderpreis des Landes Bremen. Wurde ins Französische übersetzt)
Flussaufwärts
Unter dem Glück
Milena. Wie ich dich fand ist kein Wunder
Taru
Heinrich Heine, die Dame und der Tod (wurde ins Italienische , Schwedische und Finnische übersetzt. Gastspiele u.a. in Italien, Dänemark, Schweden, Finnland, Estland, Lettland)
Engel im Zug (wurde ins Englische übersetzt)
Die Brüder Grimm (Gastspiele u.a. in Finnland, Estland, Bulgarien, Schweiz und Russland. Einladung zum Impulse Festival 2001)
Die Komikerin
1998/99 “ writer in residence“ in Toronto

Eine literarische Dokumentation über die Cree Indianer Sieben Tage in Attawapiskat
Die Kurzgeschichte Eine blutflüssige Frau wurde vom Norddeutschen Rundfunk gesendet.
Verlage:
S.Fischer Verlag
Berliner Aufbau Verlag/Audio Verlag
Litag Verlag
Klaus Kellner Verlag

Ganz neu erschienen:

Weiter als die Fremde
Der Roman über ein ungewöhnliches Leben für das Theater Shakespeares

Zwei nicht mehr ganz so junge Abenteuerlustige lassen sich von ihrem selbst gegründeten Theater beurlauben. Das Fernweh treibt sie nach London. Dort spielt Arthur den »Shylock« in Shakespeares neuem Globe Theater. Ihre Rolle wird es plötzlich, entwurzelt und überflüssig geworden in einer von Fremden übersättigten Gesellschaft, ausschließlich ihn zu bewundern. Das unfreiwillige Frauenschattendasein verursacht Turbulenzen.

Aber das Glück kehrt zurück, als beide nach Toronto weiterziehen. »Where are you coming from«, wird hier gefragt und sie werden willkommen geheißen mit der Aufforderung, nicht ihre Wurzeln zu vergessen. Selbst in der Eiswüste hoch oben am Hudson Bay bei den CreeIndianern erfahren sie bei minus 48 Grad, was es heißt, beschützt zu sein.

Nach anderthalb Jahren Abwesenheit freut sich Arthur auf seine Heimat. Sie aber ahnt, dass ihr Versprechen, wiederzukehren, leichtfertig war. Die Rückkehr kommt einem Desaster gleich. Das einst so vertraute Theater spuckt sie aus wie etwas, das nicht mehr kompatibel sein darf.

Aber manchmal, wenn alles zusammenkracht, ist erst die Chance gegeben, dass sich eine unbekannte, anderer Zukunft ergibt, die zunächst sich vorzustellen noch nicht möglich war.

Der Roman ist eine Reise ins Ich. Oder er ist eine Liebeserklärung an das Londoner Globe. Oder an die Weite Kanadas, räumlich und geistig gesehen. Auch geht es in ihr um die Trauer und den Verlust eines Theatertraums. Und um Ehrgeiz und Intrige. Aber vor allem um die Fragen:

Was ist Heimat? Was ist Fremde? Und was ist daran Fiktion und was ist Wahrheit? (Kellner Verlag)

Herzlichen Glückwunsch und einen wunderschönen Tag, wünschen wir Dir, liebe Dagmar!

 

Watching Schäuble!

Juni 23, 2008

Wie man heute in der Zeitung lesen kann, ist Trunkenheit am Steuer nicht nur für Autofahrer strafbar. Auch Rollstuhlfahrer sollten sich davor hüten, betrunken unterwegs zu sein!
Anlass für die Berichterstattung zu diesem Thema, ist eine Meldung der australischen Polizei, die am Freitag in einer Autobahnausfahrt einen eingeschlafenen, betrunkenen Rollstuhlfahrer dingfest machen konnte…

YoutOverwatch Earth spielte uns die eigentlich unter Verschluss zu haltenden Bilder zu…

 

Das kommt davon!

 Nachsatz

«Ich werde nicht hinter den Baum gehen, weil es da bequemer ist, ich werde stehen…

 

 

…auch wenn das nicht immer vergnügungssteuerpflichtig ist.»

 

Ultimative Erklärung: das Abseits!

Aus unserer Reihe: Katzen,Tatzen,Sensationen!

YoutFutsch konnte erste spektakuläre, Grimme-Preis-verdächtige Bilder sichern, als es der berühmtesten Fußball-Katze des ganzen World Wilde Web endlich gelang, ein für alle Mal das Abseits zu erklären, es den Hasen auch noch gleichzeitig vorführen zu lassen und die Folgen aufzuzeigen …Ach, sehen Sie selbst!

 

 

 

Screenshot Netzeitung 17. Juni 2008, Politik- Ausland

Screenshot Netzeitung 17. Juni 2008, Aktuelles

 „Die Netzeitung ist die erste Zeitung exklusiv fürs Internet. Ständig aktualisierte Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport, Arbeit, Entertainment, …“

(Selbstportrait, Google)

 

Manche schlendern eine Strasse entlang, setzen sich in ein Café
und schreiben eine Postkarte…

 

 

Spuren

Juni 15, 2008

Alles ist gut – eigentlich.
Wir leben!
Da ist die Familie, da sind Freunde.
Wir haben ein Dach überm Kopf.
Wir haben zu Essen und zu Trinken und sogar ein Bisschen Tabak.
Die Tage sind erfüllt und gehen dahin und manchmal fragt man sich, wie es möglich ist, dass alles so gut geht.
Und dann gibt es Tage, da ist auch alles gut, nur etwas stimmt nicht so ganz, und man weiß gar nicht wirklich, was – eigentlich.
Wenn man Glück hat, an solchen Tagen, kommt irgendwann, vielleicht am späten Abend, ein Gedanke, ein Hauch, der unverhofft eine Spur legt, eine Erinnerung erweckt, an etwas, das lange schon da war, und das man vergeblich, im Rauschen der Tage, lange Zeit schon, unbemerkt von sich selbst, gesucht hatte…

„Das Wesentliche legt immer nur Spuren. Wer dahinter schauen will, endet da, wo er zu suchen begann.“ S.C.Blossom

In Erinnerung an Oma Wode, Oma Käthe und an Mutti!

Abendlied

Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar;
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille,
Und in der Dämmrung Hülle
So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
Und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil unsre Augen sie nicht sehn.

Wir stolze Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder
Und wissen gar nicht viel;
Wir spinnen Luftgespinste
Und suchen viele Künste
Und kommen weiter von dem Ziel.

Gott,laß uns dein Heil schauen,
Auf nichts Vergänglichs trauen,
Nicht Eitelkeit uns freun!
Laß uns einfältig werden
Und vor dir hier auf Erden
Wie Kinder fromm und fröhlich sein!

Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
Laß uns in Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!

So legt euch denn, ihr Brüder,
In Gottes Namen nieder;
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott! mit Strafen,
Und laß uns ruhig schlafen!
Und unsern kranken Nachbar auch!

Matthias Claudius

 

Das geht heute an den Vorstand der evangelischen Gemeinde St. Martini, welche idyllisch am Weserufer der Altstadt von Bremen liegt…

Vor einigen Wochen hatte die Familie eines Verstorbenen die Pastorin Sabine Kurth, aus der Nachbargmeinde Walle, gebeten in St.Martini den Trauergottesdienst abzuhalten.
Dies wurde jedoch vom Kirchenvorstand verboten, weil Sabine Kurth eine Frau ist!
Die St. Martini Kirche beruft sich auf die in Bremen geltende Kirchenverfassung, die „Lehr-Glaubens und Gewissensfreiheit“ aller Kirchengemeinden garantiert und belegt dies mit einem Zitat aus dem ersten Brief des Paulus an Thimotheus:

„Einer Frau gestatte ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still.“

In einem Bericht von „Buten un Binnen“ erklärt der Pastor der Gemeinde auf die Frage der Redakteurin Marianne Strauch „ …und die Frau soll dem Mann Untertan sein?“ :

„Hä, das steht in der Bibel und da kommen wir nicht drumrum, aber, und dann muss man das  weiterlesen, und das ist die Sache, wenn ich das so rausgreife hört sichs so an, nach dem Motto, ah und hiermit ist jegliche Brutalität auch legitimiert, nein und da stehts dann weiter:
und der Mann soll die Frau lieben wie Christus die Gemeinde gelebt hat( das war wohl ein Freudscher Versprecher, ich vermute, er meinte geliebt)…also, dass er sich für sie hingibt und für sie stirbt. Wenn das erfüllt ist, was der Mann ist, dann ist das erfüllt, und dann kann ich diesen ersten Satz auch tragen…. Mann und Frau sind in der Bibel schon gleichwertig vor Gott aber sie haben unterschiedliche Aufgaben und das tatsachlich findet sich auch wieder, das ist ja nu auch nichts überraschendes, Mann und Frau sind verschieden, das wissen wir aus dem Biologieunterricht, das ist jedem augescheinlich und das wird eben festgelegt, das gesagt wird, in der Bibel, das entsprechend Frauen andere Aufgaben haben wie Männer und dazu stehen wir auch…“

Nachdem die St.Martini Gemeinde anfangs grundsätzlich der Trauerfeier in ihrer Kirche zugestimmt hatte, teilt sie am Morgen vor der Feier jedoch der Pastorin mit, daß sie weder den Talar tragen, noch auf die Kanzel steigen dürfe. Um die vorbereitete Trauerfeier nicht absagen zu müssen, gestaltete die Pastorin die Feier, aus Rücksicht auf die Familie, dann als Privatperson…

 Merke:

 Wähle nie einen VORstand ohne VERstand!

 (S.C.Blossom)

 

Besinnliches

 

 Für Alle, die heute Trost brauchen: Hier könnt Ihr Euch geholfen werden!